Ohje, schon wieder fast zwei Wochen rum …
… und ich hatte gar keine Zeit, mal wieder was zu schreiben. Vielleicht hab ich sie mir auch einfach nur nicht genommen. Auf alle Fälle steht aber fest, dass viel passiert ist. Zunächst einmal war ich in der vorletzten Woche ein paar Tage krank. Danach hab ich in der letzten Woche endlich mal wieder das Badmintontraining aufgenommen und war sogar einmal beim Fußballspielen. Letzteres vor allem deshalb, weil das Wetter in der letzten Zeit - von ein paar Rückschlägen in Form von kalten verregneten Tagen - immer frühlingshafter wird. Das hat mich auch dazu bewogen, wieder mal ein paar Parks anzuschauen, die ich noch nicht kannte ;).
Am Wochenende nach meiner Krankheit hatte ich dann Besuch aus Hangzhou. Ein China-Sipendien-Programm-Stipendiat ;). In den anderthalb Tagen, die er da war, hab ich auch noch einige neue Ecken der Stadt kennengelernt … Auch die vergangenen drei Tage hatten wir hier volles Programm: am Freitag Nachmittag hatten wir eine Probe des vierköpfigen Gitarrenensembles hier. Da meine Mitbewohnerin leidenschaftlich gerne Gitarre spielt und mitbekommen hat, dass es an der Uni ein paar Leute gibt, die’s “noch viel, viel besser können”, hat sie sich Noten aus Japan schicken lassen und drei Jungs dazu “verspflichtet”, fleißig zu üben ;). Und am Freitag war nun die erste gemeinsame Probe. Natürlich war ich auch nicht ohne Aufgabe: ich war für die Verpflegung zuständig :D. Habe Lachsnudeln gemacht (vielen Dank an meine Schwester und alle anderen, die dafür verantwortlich waren, dass ich das Rezept schnell hatte ;)) und die waren auf jeden Fall so genießbar, dass am Ende nichts mehr übrig war (obwohl ich ungefähr die anderthalbfache Menge gemacht hatte). Beim Einkauf davor hatte ich allerdings das Pech, dass es an dem Tag zum einen so regnete, dass ich mein Fahrrad gegen ein Taxi eingetauscht habe, und ich dann wegen Engpässen in den Supermärkten meine Sachen bei drei verschiedenen zusammensuchen musste (”westliche” Dinge wie Sahne gibt’s halt auch nicht an jeder Ecke hier ;)). Infolge dessen bin ich dann in den Haupverkehr zwischen fünf und halb sieben gekommen und hab insgesamt fast drei Stunden gebraucht um eine Handvoll Sachen zu erwerben …
Am Samstag gab’s dann aus Anlass des Geburtstags am Sonntag eine Überraschungsparty. Während eine Japanerin mit meiner Mitbewohnerin Tischtennisspielen war, haben die anderen hier ein paar Stunden lang die Küche unsicher gemacht und ein großes Buffet mit koreanischen und japanischen Speißen gezaubert. Die Überraschung ist jedenfalls gelungen. Weil wir aber bis zwölf warten mussten, um den Kuchen anzuschneiden (ein paar Koreaner und Japaner waren schon fast eingeschlafen ;)), und wir entsprechend spät ins Bett gekommen sind, war der gestrige Sonntag überwiegend für Regenration reserviert.
Heute morgen hat mich dann die ganze Härte des Schulalltags getroffen: halb vorbereitet wie ich war musste ich die Vorstellung der nichtvorhandenen Ergebnisse unserer Gruppe übernehmen, die im Durchschnitt noch unvorbereiteter war ;). Die Lehrerin war “nicht ganz zufrieden” ;). Aber nicht ganz so schlimm - beim nächsten Mal wird alles besser (hoffe ich).
Dass meine Mitbewohnerin angefangen hat Sport zu machen (siehe oben: -> Tischtennis) kommt nicht ganz von ungefähr. Am nächsten Freitag findet ein Tischtennisturnier für die ausländischen Studenten statt. Ich hab mich heute auch angemeldet - nachdem keine Chinesen mitmachen, besteht ja wenigstens die Hoffnung, dass man nicht zu null verliert ;). Unsere Lehrerin im Yuedu-Unterricht (Leseunterricht) hat auch gleich - unbescheiden wie sie ist - verlauten lassen, dass sie es schon gerne sehen würde, wenn wenigstens einer aus unserer Klasse Erster oder Zweiter wird. Damit werde ich zwar nicht aushelfen können, aber ich kann wenigstens dabei helfen, dass unsere Klasse die meisten Teilnehmer stellt, was ihr zumindest ein kleiner Trost wäre, wenn’s mit dem Sieg nicht klappen sollte ;).
Ansonsten hatte ich in den letzten beiden Wochen aber auch immer einiges zu tun mit der Uni - meine neue Klasse ist halt doch ein wenig schwer. Aber noch hab ich den Spaß nicht grundsätzlich verloren. Und deshalb werde ich mich auch demnächst gleich mal wieder daran machen die Uni für morgen vorzubereiten. Davor muss ich aber noch ein klein wenig essen ;).
Da fällt mir gerade ein, dass ich in der letzten Woche mal wieder meinen Laptop reparieren lassen musste. Der Lüfter war defekt und mein Rechner deshalb ständig zu heiß und zu laut. Abgesehen davon, dass ich erst mal über einen Monat auf eine Antwort von Acer gewartet habe, ging das Austauschen des Lüfters dann doch recht schnell - hab diesmal nur einen Tag gewartet. Allerdings habe ich auch sofort klar gemacht, dass es nicht länger dauern darf. Die beim Acer-Service kannten mich schon und waren froh, dass ich schnell wieder weg war ;). Insgesamt muss ich aber sagen, dass der Service von Acer im Ausland (bzw. zumindest hier in China) einem weltweit tätigen Konzern wie Acer nicht würdig ist. Und das wo Acer ja sogar seinen Sitz in China (bzw. genauer in Taiwan - für Chinesen also in China ;)) hat. Aber auch der Service von Acer Deutschland ist nicht wirklich hilfreich gewesen. Im Gegenteil habe ich von den zuständigen Stellen teilweise ewig keine Antwort erhalten und teilweise warte ich noch immer auf eine. Vor jetzt schon fünf Monaten hatte ich zudem - in meiner Naivität - eine Mail an den Mailsupport von Acer Deutschland geschickt; eine Antwort habe ich nie erhalten. Zum Glück habe ich auch noch andere Wege gesucht, die Rechnerprobleme zu lösen. Ich hoffe natürlich, dass es in Zukunft keine Probleme mehr geben wird, werde mir aber ziemlich sicher beim nächsten Mal keinen Acer mehr kaufen ;). (vielleicht wundert sich einer, warum Acer in diesem Abschnitt so oft vorkommt - vielleicht finden die Suchmaschinen dadurch den Artikel besser, wenn mal einer nach “Acer Service China” oder so ähnlich sucht ;) - wenn das nicht klappt, dann war das eben umsonst :()